Fotos: Giulia Da Ros

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CASA TULIP

Ort: Pieve di Soligo - Italien

Bauherr: Privat

Zusammenarbeit mit: Giulia Da Ros

Tätigkeitsbereich: Entwurf, Detailplanung,                   gestalterische Leitung

Zeitraum: 2020

Eine über die Jahre nicht fertiggestellte Wohnung mit eher ineffizient ausgenutzten Räumlichkeiten stand zum Verkauf und wurde für eine dreiköpfige junge Familie zur Gelegenheit ein maßgeschneidertes Zuhause zu schaffen. Die Herausforderung bestand darin in den bestehenden Quadratmetern ein zusätzliches Zimmer zu kreieren, welches für Gäste und Home-Office dienen konnte.   

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Durch den engen mit eingebauten Schränken versehenen Eingangskorridor gelangt man zum lichtdurchfluteten Wohn-Essbereich, welcher dank der grossen Fensterfront in direktem Bezug zur Terrasse steht. 

Die geschaffene räumliche Kompression des Ganges, sowie das Weiss-Streichen der Dachbalken dienten dazu, die räumliche Qualität des überhohen Wohnraumes zu betonen und zu inszenieren.

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Die grosszügige Höhe wurde teilweise ausgenutzt um ein Mezzanin zu schaffen, auf welchem das gewünschte zusätzliche Gästezimmer seinen Platz finden konnte. Unterhalb der neu generierten Fläche wurde die Küche platziert. Die Höhen wurden im Detail geplant um keinen Zentimeter zu verlieren: der Bereich unterhalb der neuen Treppe wurde den Hochschränken gewidmet, während die Kochinsel für eine natürliche Abtrennung zum Essbereich sorgte.  

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Die neue Stahltreppe zum Mezzanin hin thematisiert die vorher etwas kahle überhohe Trennwand zum Schlafbereich und konnte gleichzeitig zum Blickfang werden. Das hohe Fenster vor dem Essbereich und das bestehende Dachfenster dienen einer optimalen Belichtung des neuen Raumes, welcher sowohl als Gästeschlafzimmer, als auch als Arbeitsecke benutzt werden kann.

 

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Die weisse Farbe der Wände und der Dachuntersicht steht im Kontrast zu den dunkelgrauen Details der Stahltreppe und der Fensterprofile, die somit hervorgehoben werden. Die sonst etwas kühle Loft-Atmosphäre wurde bewusst durch die warmen Töne der Parkettböden und durch eine integrierte Beleuchtung aufgewärmt und schafft somit eine bescheidene Kulisse für die persönliche Gestaltung durch die Bauherrschaft. 

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Beim Eingang wurde ein zweites Badezimmer vorgesehen, welches hauptsächlich als Waschküche dienen sollte. Durch die Verschiebung der Trennwand zu einem der beiden Schlafzimmer wurde jedoch genügend Platz für eine zusätzliche Dusche geschaffen. Durch die Thematisierung der Installationswand und eine integrierte und warme Beleuchtung verfolgte man das Ziel, diesen eher funktional gedachten Raum so aufzuwerten, dass es bei Gelegenheit auch als Gäste-WC benutzt werden konnte.